Die Kosten einer Fehlbesetzung teilen sich in zwei Gruppen. Die direkten Kosten sind sichtbar und lassen sich beziffern. Die indirekten Kosten sind oft höher, werden aber selten gemessen.
Direkte Kosten (sichtbar):
Dazu gehören die Recruiting-Kosten der ersten Besetzung, also Stellenanzeigen, eventuell Tool- oder Vermittlungsgebühren und die Arbeitszeit, die in die Suche geflossen ist. Hinzu kommen das gezahlte Gehalt inklusive Lohnnebenkosten für die Zeit, in der die Person im Betrieb war, sowie die Kosten der erneuten Suche, wenn du die Stelle nochmal ausschreibst.
Indirekte Kosten (versteckt):
Hier wird es teuer, ohne dass es jemand auf dem Zettel hat. Die eingearbeitete Person bringt anfangs weniger Leistung, macht Fehler, die korrigiert werden müssen. Die Einarbeitung bindet die Zeit von Führungskraft und Kollegen. Während die Stelle wieder unbesetzt ist, fängt das Team die Mehrarbeit auf, was auf Dauer auf die Stimmung und manchmal auf weitere Kündigungen schlägt. Dazu kommen verärgerte Kunden, verpasste Aufträge und das Trennungsgespräch selbst.